Eine Kündigung ist für viele Beschäftigte ein Schock. Ob auf der Baustelle, in der Logistik oder im Büro: Der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes erzeugt Stress und Fragen nach der Zukunft. Die meisten ausländischen Arbeitnehmer machen in dieser Situation einen kritischen Fehler: Sie warten.
Das deutsche Arbeitsrecht Das deutsche Arbeitsrecht ist jedoch unbarmherzig. Wer nicht sofort handelt, verliert die Chance, den Arbeitsplatz zu behalten oder eine hohe Abfindung zu erhalten.
Die wichtigste Regel: Die 3-Wochen-Frist
Nach dem deutschen Recht (Kündigungsschutzgesetz) haben Sie genau 21 Tage ab Zustellung der Kündigung, um eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht zu erheben.
Läuft diese Frist ab, wird die Kündigung rechtswirksam. Das Gericht prüft dann nicht mehr, ob der Chef einen Grund zur Kündigung hatte, und Sie verlieren jeden Anspruch auf Abfindung.
Abfindung ist nicht automatisch
Viele Arbeitnehmer glauben, ihnen stehe nach einer Kündigung automatisch eine Abfindung zu. Das ist ein Mythos. Das deutsche Recht garantiert Abfindungen nur selten vom bloßen Fakt der Kündigung her.
Abfindungen müssen ausgehandelt werden. Die Erhebung einer Kündigungsschutzklage ist die wirksamste Methode, um Druck auf den Arbeitgeber auszuüben. Die meisten Verfahren vor den deutschen Arbeitsgerichten enden mit einem Vergleich, bei dem der Arbeitgeber eine Abfindung zahlt, wenn der Arbeitnehmer die Kündigung akzeptiert.
Anwaltskosten – keine Angst vor dem Schritt
Oft fürchten sich Beschäftigte vor hohen Anwaltskosten in Deutschland. Zu Unrecht.
- Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt der Versicherer die Kosten für den Anwalt und eventuelle Gerichtskosten.
- Selbst ohne Versicherung deckt eine ausgehandelte Abfindung mit Aufschlag in der Regel die Rechtskosten, und unsere Kanzlei bietet transparente Abrechnungsregeln ohne versteckte Fallen.
Was müssen Sie sofort tun?
Unterzeichnen Sie keine Dokumente (insbesondere keinen Aufhebungsvertrag), da Sie sonst Anspruch auf Arbeitslosengeld verlieren können.
Kontaktieren Sie uns umgehend. Für eine schnelle Ersteinschätzung bereiten Sie bitte vor: das Kündigungsschreiben, Ihren Arbeitsvertrag sowie die letzten Lohnabrechnungen. Sie können diese Dokumente über unser sicheres Formular hochladen. Falls Sie sie gerade nicht zur Hand haben, können Sie sie später problemlos nachreichen.
Zusammenfassung: Wer in Deutschland eine Kündigung erhält, hat nach dem Kündigungsschutzgesetz genau 3 Wochen Zeit für eine Kündigungsschutzklage. Nach dieser Frist ist die Kündigung wirksam und eine Abfindung meist ausgeschlossen. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt oft die Kosten. Eine schnelle anwaltliche Prüfung ist zwingend erforderlich.